Rechner · Rechtsstand 2026

Bezug oder Ausschüttung — was bleibt dir?

Aus einer GmbH führen zwei Wege zum Gesellschafter, und sie werden völlig unterschiedlich belastet. Der Rechner zeigt in Sekunden, wie viel von deinem Gewinn bei dir netto ankommt, wie viel in der Gesellschaft bleibt und wie viel an Abgaben abfließt.

Kostenlos. Zugang per Link an deine E-Mail-Adresse.

Worum es geht

Zwei Wege, zwei Belastungen.

Wer eine GmbH hat, bekommt sein Geld auf zwei Wegen heraus: als Geschäftsführerbezug oder als Gewinnausschüttung. Beide Wege führen zum selben Konto und werden trotzdem nach völlig verschiedenen Regeln besteuert. Genau deshalb ist die Frage nach dem richtigen Mix keine akademische, sondern eine mit einem fünfstelligen Unterschied pro Jahr.

Die Ausschüttung trägt eine feste Last. Der Gewinn der Gesellschaft wird zuerst mit 23 Prozent Körperschaftsteuer belegt. Was davon ausgeschüttet wird, kostet zusätzlich 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer. Zusammen bleiben von einem ausgeschütteten Euro rund 56 Cent — unabhängig davon, ob es der erste oder der hunderttausendste ist. Diese Last ist flach und damit gut planbar.

Der Geschäftsführerbezug verhält sich umgekehrt. Er mindert den Gewinn der Gesellschaft, spart also Körperschaftsteuer, kostet aber Lohnnebenkosten, SVS-Beiträge und Einkommensteuer nach dem Stufentarif. Die ersten Tausender sind steuerfrei, die nächsten kosten 20 und 30 Prozent — in diesem Bereich ist der Bezug klar günstiger als jede Ausschüttung. Ab rund 70.000 Euro greifen 40 und 48 Prozent, ab 104.859 Euro dann 50 Prozent. Dazu kommt die SVS mit gut 26 Prozent, bis die Höchstbeitragsgrundlage von 97.020 Euro erreicht ist. Oberhalb dieser Schwelle wird jeder weitere Euro Bezug teurer als derselbe Euro als Ausschüttung.

Aus diesen beiden gegenläufigen Kurven entsteht das, was der Rechner sichtbar macht: ein Optimum irgendwo dazwischen. Es liegt selten dort, wo man es vermutet, und es verschiebt sich mit der Höhe des Gewinns. Bei 250.000 Euro Gewinn sieht der beste Mix anders aus als bei 600.000. Wer den Bezug seit Jahren unverändert lässt, während das Unternehmen wächst, zahlt diese Trägheit jedes Jahr.

Ein Punkt, an dem die meisten Vergleichsrechnungen scheitern: Sie zeigen nur das Netto beim Geschäftsführer. Dann gewinnt immer die Vollausschüttung — sie schiebt schlicht den größten Betrag aufs Privatkonto. Steuerlich gespart ist damit nichts. Nicht ausgeschütteter Gewinn liegt weiterhin in der Gesellschaft, die Kapitalertragsteuer darauf ist gestundet, nicht erlassen. Deshalb weist der Rechner beides aus: was bei dir ankommt und was in der GmbH bleibt. Erst Netto plus Thesaurierung plus Abgaben ergibt wieder den vollen Gewinn.

Und schließlich der Punkt, an dem das Rechnen aufhört und das Unternehmerische anfängt: Das rechnerische Optimum ist ein Ausgangspunkt, keine Entscheidung. Der Geschäftsführerbezug muss fremdüblich sein und durch die tatsächliche Tätigkeit gedeckt — ein Betrag, der allein nach der Steuerwirkung gewählt wurde, hält einer Prüfung schlecht stand. Dazu kommt, was keine Formel kennt: Pensionsanwartschaft, Kreditwürdigkeit gegenüber der Bank, geplante Investitionen, Mitgesellschafter mit eigenen Interessen, ein möglicher Verkauf in einigen Jahren. Der Rechner beantwortet zuverlässig, was eine Entscheidung kostet. Welche richtig ist, entscheidet der Zusammenhang.

Zugang

Link anfordern, Rechner öffnen.

Der Rechner liegt nicht offen im Netz. Gib deine Adresse an, dann bekommst du einen Link, der ihn öffnet.

Durch Spamschutz geschützt.

01Schritt 01

Adresse angeben

E-Mail genügt. Name und Unternehmen sind freiwillig und helfen nur, falls wir später sprechen.

02Schritt 02

Link öffnen

Die Mail kommt sofort. Der Link gilt 60 Minuten — einmal geöffnet, bleibst du 30 Tage auf diesem Gerät angemeldet.

03Schritt 03

Rechnen

Drei Regler, ein Ergebnis, der vollständige Rechenweg zum Aufklappen. Nichts wird abgeschickt, alles rechnet im Browser.

Was der Rechner zeigt

Nicht nur eine Zahl, sondern der Weg dorthin.

Häufige Fragen

Was dabei immer wieder gefragt wird.

Pauschal keines von beidem. Die Ausschüttung trägt eine feste Last: 23 Prozent Körperschaftsteuer auf den Gewinn, danach 27,5 Prozent Kapitalertragsteuer auf das, was ausgeschüttet wird — zusammen rund 44 Prozent, unabhängig von der Höhe. Der Geschäftsführerbezug ist progressiv: Die ersten Tausender sind sehr günstig, ab der 48- und 50-Prozent-Stufe wird er teurer als die Ausschüttung. Deshalb liegt das Optimum fast nie bei „alles über den Bezug" oder „alles über die Ausschüttung", sondern in einer Mischung — und wo genau, hängt von der Höhe des Gewinns ab.

Weil ein reiner Nettovergleich sonst immer die Vollausschüttung gewinnen lässt. Nicht ausgeschütteter Gewinn ist aber nicht verloren, er liegt nur weiterhin in der Gesellschaft — die Kapitalertragsteuer darauf ist gestundet, nicht gespart. Erst Netto plus Thesaurierung plus Abgaben ergibt wieder den vollen Gewinn. Deshalb steht die Zeile gleichwertig neben dem Nettobetrag.

Es ist der Ausgangspunkt, nicht die Antwort. Der Geschäftsführerbezug muss fremdüblich sein und durch die tatsächliche Tätigkeit gedeckt — ein Betrag, der allein nach der Steuerwirkung gewählt wurde, ist im Prüfungsfall angreifbar. Dazu kommen Gründe, die der Rechner nicht kennt: Pensionsanwartschaft, Kreditwürdigkeit, geplante Investitionen, Mitgesellschafter, ein Verkauf in einigen Jahren. Der Rechner zeigt, was eine Entscheidung kostet. Treffen musst du sie im Kontext.

Rechtsstand 2026: Körperschaftsteuer 23 Prozent, Kapitalertragsteuer 27,5 Prozent, Lohnnebenkosten 3 Prozent auf den Bezug, Betriebsausgabenpauschale 6 Prozent, Gewinnfreibetrag 15 Prozent auf eine Bemessung bis 33.000 Euro, pauschale Absetzbeträge 6.000 Euro. Die SVS wird aus der Bemessungsgrundlage berechnet, mit Höchstbeitragsgrundlage 97.020 Euro. Der Einkommensteuertarif läuft als echter Stufentarif, nicht mit einem Durchschnittssatz — im aufgeklappten Rechenweg ist jeder Schritt nachvollziehbar.

Weil der Rechner kein anonymes Spielzeug sein soll. Du bekommst einen Link zugeschickt, der ihn öffnet, und bleibst danach 30 Tage auf diesem Gerät angemeldet. Deine Adresse wird für den Zugang gespeichert und nicht weitergegeben. Werbung bekommst du nur, wenn du das zweite Häkchen setzt — das ist bewusst getrennt und keine Bedingung für den Zugang.

Weiterdenken

Die Zahl ist da. Und jetzt?

Ob der rechnerisch beste Bezug auch der richtige ist, hängt an Fremdüblichkeit, Pension, Bank und deinen Plänen für die nächsten Jahre. Genau darüber lohnt sich ein Gespräch.

Kennenlernen starten
Mit Andreas chatten